C02-Reduktion in Infrastrukturprojekten am Beispiel der U5 in Hamburg

Modernste Technik, völlig neue Wege: Die U5 führt zukünftig quer durch die ganze Stadt. Vorbei an der Alster, an wichtigen Wissenschafts- und Sportstandorten - von Ost nach West, quer durch Hamburg. Rund 270.000 Fahrgäste werden später täglich die U5 nutzen. Vollautomatisch betrieben kann sie in Spitzenzeiten im 90-Sekunden-Takt unterwegs sein und somit „on demand“, nach Bedarf, fahren. Die U5 richtet sich nach den Menschen, nicht mehr der Mensch nach der U-Bahn.

Um Hamburgs Mobilität umweltfreundlich zu gestalten, setzen wir nicht erst beim Betrieb der U5 an, sondern bereits bei der Planung und dem Bau. Mit dem offiziellen Spatenstich im September 2022 hat Deutschlands größtes U-Bahn-Projekt begonnen. Um die CO2-Emissionen beim Bau zu verringern, haben wir eine Reduktionsstrategie aus zwei Säulen entwickelt. Die erste Säule umfasst die Optimierung aller Planungsleistungen, die zweite die konkrete CO2-Minimierung im Bau der U5.

Der erste Nachhaltigkeitsbericht der Hochbahn U5 zeigt, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind. Das Ziel: beim Bau 70 % CO2 gegenüber der konventionellen Bauweise einsparen. Statt 2,7 Mio. t CO2-Emissionen bei konventioneller Bauweise verringert sich der Wert auf 841.000 t. Im ersten Berichtsjahr 2023 wurde das aufgestellte Ziel-szenario bereits im ersten Jahr knapp übertroffen.

So haben wir bereits jede Menge CO2 gespart:

die Auftragsvergabe für den Bau erfolgt nur an nachhaltig agierende Unternehmen, die sich verpflichten, umweltschonend hergestellte Baustoffe zu verwenden;

wir verwenden nur die umweltschonendsten auf dem Markt verfügbaren Zemente und Stähle;

in den ersten beiden Baulosen wurde ab 2024 ausschließlich Bewehrungsstahl mit hohem Recyclinganteil (max. 500 kg CO2e/t) eingesetzt. Im Baulos 2 (Startschacht U5 bis Haltestelle Bramfeld) kommt sogar nur noch Bewehrungsstahl mit max. 400 kg CO2e/t zum Einsatz.

Im nachfolgenden Vortrag gehen wir genauer auf die CO2-Einsparungen im Bewehrungsstahl ein.

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