Nachhaltig bauen? Umweltinformationen für Bauprodukte, Bauwerke und Unternehmen
Durch die Ausweitung gesellschaftspolitischer Fragestellungen, wie Klima- und Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit und Transparenz in der Lieferkette, sind die Anforderungen an die Hersteller von Baustoffen und Bauteilen gestiegen: Sie müssen mehr denn je auf die ökologische Qualität ihrer Produkte achten, deren Wirkung auf die Umwelt ermitteln, die erforderlichen Informationen kommunizieren und das eigene Unternehmen an den neuen Fragestellungen ausrichten.
Die Impulse für die nachhaltige Unternehmensausrichtung können aus verschiedenen Richtungen kommen, wie z. B. Kundennachfrage, Kreditvergabe der Banken (die ihrerseits Nachhaltigkeitskriterien ansetzen), Fördermittelvergaben oder anderen nichtgesetzlichen Bereichen. Nach und nach kommen zusätzliche gesetzliche Vorgaben zum Tragen, wie u. a. Transparenzanforderungen aus der Bauprodukte-Verordnung sowie der EU-Taxonomie.
Für den freiwilligen Bereich gibt es einen großen Markt verschiedenster Management- und Zertifizierungssysteme sowie möglicher Kennzeichnungen (Siegel), die Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte auf Produkt-, Unternehmens- oder Bauwerksebene betrachten.
Ein fundiertes Verständnis von Zielsetzungen, Inhalten, technischen Hintergründen und Zusammenhängen der verschiedenen Systeme ist unerlässlich. Denn schließlich soll für das Unternehmen ein möglichst großer Nutzen bei kalkulierbarem Zeit- und Geldaufwand generiert werden.
In jedem Fall, das heißt unabhängig von der angestrebten Zertifizierung, führt die vertiefte Beschäftigung mit den Umweltwirkungen von Unternehmen und Produkten zu einer Sensibilisierung für die eigenen Prozesse. Zum Beispiel können:
Kenntnisse über die eigenen Produkte und Produktionsprozesse vergrößert,
Kosten eingespart,
Innovationen initiiert und
Umweltauswirkungen reduziert werden.
Somit kann auch durch eine Zertifizierung der Grundstein für nachhaltiges Bauen gelegt werden.
Siehe auch: Fachaufsatz “Umweltinformationen für Bauprodukte, Bauwerke und Unternehmen - Einordnung für die Betonfertigteilindustrie” auf www.fdb-fertigteilbau.de oder www.biv.bayern.